Mit der Ausbildung von Streitschlichtern (Konfliktlotsen) an der Lessing-Grundschule möchten wir einen frühzeitigen Beitrag zur Gewaltprävention leisten. Im Mittelpunkt der Konfliktlotsenausbildung steht der Umgang mit Gefühlen und deren Wahrnehmung. Die Schülerinnen und Schüler werden sensibilisiert, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Sie werden in ihrer individuellen Entwicklung bestärkt, abweichende Ansichten und Einsichten anderer anzunehmen, damit umzugehen und zu akzeptieren. Die Schüler und Schülerinnen lernen beim Konfliktlotsentraining Möglichkeiten kennen, selbstständig und fair Konflikte zu lösen. Im Anschluss werden die ausgebildeten Konfliktlotsen in der Schule eingesetzt.

Die wichtigsten Ziele des Programms sind:

- die Verhinderung und Reduzierung von Gewalt

- die Förderung von Schlüsselqualifikationen bei Kindern

- die Vermittlung von Methoden zur konstruktiven Konfliktlösung.

Die Schülerinnen und Schüler werden in das Verfahren der Mediation eingeführt. Die Mediation ist eine relativ neue Methode der Konfliktberatung: Eine neutrale Person, der Mediator/die Mediatorin, vermittelt zwischen den Streitbeteiligten. Ziel ist es, dass die Streitbeteiligten eine einvernehmliche, bedürfnisgerechte Lösung zu einem beiderseitigen Vorteil finden.

Im Vorlauf erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Sozialkompetenztraining, welches auf ganzheitliches Lernen ausgerichtet ist. Hier werden sie in ihrer potentiellen Fähigkeit zur Solidarität gefördert. Im Hinblick auf deren Entwicklung werden sie geschult, in einer wertschätzenden Haltung Dialoge miteinander aufzubauen und zu entwickeln. In der Methodik wird vom ganzheitlichen Lernen ausgegangen.